Theaterneubau

Das Theater ist das schönste und älteste Lügengewerbe der Welt

Es zeigt wirklich, was in Wirklichkeit nicht ist ....

 schrieb Gustav Seibt, ein deutscher Literaturkritiker und Journalist.

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 Auf dieser Seite finden Sie Aktuelles sowie Links, um die Chronologie des Gütersloher Theaterneubaus zu verfolgen


20.03.2015: 5 Jahre Theaterneubau: Bürgermeisterin Unger redet Kosten weiter "schön"

Anlässlich des 5 jährigen Jubiläums des Gütersloher Theaterneubaus wurden viele Interviews veröffentlicht und die kulturelle Errungenschaft in den höchsten Tönen gelobt. Auch die  BfGT kam zu Wort. Fraktionsvorsitzender Nobby Morkes: "Jetzt heißt es nach vorne zu blicken, das Theater mit Leben zu füllen und es tatsächlich zu dem Leuchtturmprojekt zu machen, das Verwaltung und die Neubaubefürworter bei der Beschlussfassung ankündigte".

Aufgrund einer Bürgeranfrage sollte die Bürgermeisterin den Wahrheitsgehalt der Aussagen im Rahmen eines Pressegesprächs zum Theaterneubau (u. a. Neubaukosten von ca. 30 Millionen € / Zinsbelastung p. a. ca. 700.000 €) beurteilen und gegenüber dem Rat am 20.03.2015 eine persönliche Stellungnahme abgeben.

Im Vorfeld wuurde die Bürgermeisterin gebeten, die seitens der BfGT veröffentlichten Zahlen den Berechnungen der Verwaltung gegenüberzustellen. Sie lehnte jedoch ab und stellte ihre persönliche Meinung sowie die Kostenaufstellung aus Sicht der Verwaltung vor. Der BfGT-Fraktionsvorsitzende kritisiert die zum wiederholten Mal einseitige Darstellung der Theaterneubaukosten und wirft Maria Unger vor, die Bürger über die wahren Kosten des Neubaus weiterhin im Unklaren zu lassen und die Gesamtkosten „schön“ zu rechnen.

Die BfGT-Fraktion steht zu ihren Aussagen und Berechnungen, deren Wahrheitsgehalt durch die von der Verwaltung zur Verfügung gestellten Zahlen zu belegen ist.

Auf Anfrage erstellte die Verwaltung im Oktober 2010 eine Aufstellung, in der zum ersten Mal auch Nebenkosten, die in Zusammenhang mit dem Theaterneubau entstanden sind, aufgelistet wurden. Gesamtsumme 26.705.500 €. Nicht enthalten sind jedoch Nachtragsforderungen des Rohbauunternehmers, anteilige Zinsen für Kreditaufnahmen, Planungskosten / Honorare / Kosten für Anwälte (Honorarfragen Architekt ), Gutachter- und Beratungskosten, Kosten für Erschließungen, Baustelleneinrichtungen, Maßnahmen zur  Verkehrssicherheit und Schutzeinrichtungen und vieles mehr.

Die Angaben zu den Zinsbelastungen werden aufrecht erhalten, zumal die Verwaltung noch im Februar 2014 der Kreditaufnahme für den Theaterneubau in Höhe von ca. 13 Mio. € und der sich daraus ergebende Zinsbelastung von 740.000 € nicht widersprochen hatte und ihre eigenen Zahlen als Hilfsberechnung bezeichnet hatteb (Protokoll Finanzausschusssitzung) Im Beteiligungsbericht 2010 der Stadt Gütersloh beziffert die Verwaltung die Fremdfinanzierung für den Theaterneubau sogar auf 15,75 Millionen €!

Würden sämtliche Kosten inkl. der anteiligen Zinsen addiert, ergebe sich eine Gesamtsumme von sogar mehr als 30 Millionen €. Die Berechnungen basieren auf Zahlen, die seitens der Verwaltung im städtischen Haushalt und aufgrund verschiedener Anfragen veröffentlicht wurden.

In Ihrer Stellungnahme spricht die Bürgermeisterin von „in überwältigendem Maße positiven Rückmeldungen“ aus der Bevölkerung.

Nobby Morkes: „Maria Unger scheint sich zum Schluss ihre Amtszeit weit von der Bürgerschaft entfernt zu haben. Verfolgt man die Diskussionen um die Bäderpreise, die Gebühren für Kindergärten und Offenen Ganztagsschulen, die Sauberkeit in Schulen und Kindergärten, die Ausstattung der Grundschulen und vieles mehr, spielen die Kosten für das Theater bzw. die Kulturräume in diesem Zusammenhang eine nicht unerhebliche Rolle. Es ist schade, dass die Bürgermeisterin ihr Ohr nicht mehr am Puls der Bürger hat, sondern immer wieder versucht, ihre Lieblingsprojekte wie den Theaterneubau und die Familienfreundlichkeit unserer Stadt entgegen der öffentlichen Meinung in ein positives Licht zu rücken“. Interviews:GLOCKE GT-INFO NW

Die BfGT-Fraktion wird sich durch die Berechnungen und Stellungnahme der Bürgermeisterin nicht beirren lassen und sich weiterhin für Transparenz und Offenheit der Verwaltung gegenüber den Bürgern unserer Stadt einsetzen.

Nachfolgend finden Sie Links, um die Chronologie des Gütersloher Theaterneubaus zu verfolgen

  

 
     

 Spatenstich / Grundsteinlegung: Wird hier das Grab für den Haushalt geschaufelt? 

Immer wieder haben die BfGT vor den hohen Kosten des Neubaus und den damit verbundenen Folgekosten gewarnt. Leider vergebens. Obwohl die Bürgermeisterin Maria Unger und die Politik die Haushaltslage der Stadt bereits im Januar 2008 kannten, zögerten sie nicht, am 25.04. den Startschuss zu geben. Ein 13 Millionen € großes Defizit war durch die Kämmerin angekündigt worden. Einsparmaßnahmen und Steuererhöhungen in einer Größenordnung, wie sie Gütersloh noch nicht erlebt hat. Wohl wissend dieser Tatsachen ignorierten CDU, SPD, GRÜNE + UWG die Anträge und Warnungen der BfGT und suggerierten den Bürgern das Märchen der „Generationengerechtigkeit, der Zukunft für unsere Kinder und Kindeskinder, dem gesunden haushaltswirtschaftlichen Zustand unserer Stadt".

All das waren leider nur Worthülsen und Schönredereien, um die Bürger immer wieder aufs Neue zu beruhigen. Überzeugen Sie sich bitte selbst und studieren Sie aufmerksam die unterschiedlichen Aussagen. Die Zahlenangaben der BfGT entstammen aus den Haushaltsbüchern und Vorlagen der Stadt Gütersloh.

29.10.2010 Theaterneubau: Salami-Taktik der Verwaltung
  
  
Bei der Veröffentlichung der Kosten für den Theaterneubau kommt die Verwaltung den BfGT Angaben zu den Gesamtkosten immer näher. Auf wiederholte Anfrage  erstellte die Verwaltung erstmals eine Aufstellung über nach ihren Angaben sämtliche bisher entstandenen Kosten und weist die Summe von 26.705.500 € aus. Damit liegen die Gesamtkosten zur Zeit ca. 6 Millionen € höher als die ursprünglich im Grundsatzbeschluss vom 21.06.2006 festgelegte Summe von 20,8 Millionen €. Per Ratsbeschluss vom 25.04.08 wurden dieser Betrag auf 21,75 Millionen € erhöht. Bis zum heutigen Zeitpunkt erklärte die Verwaltung gebetsmühlenartig immer wieder öffentlich, dass die „Kosten in Höhe von 21,75 Millionen €“ nicht überschritten wurden. Die Aussagen der BfGT, basierend auf den im Haushalt der Stadt Gütersloh veröffentlichten Zahlen, wurden seitens der Verwaltung immer wieder vehement zurückgewiesen. Wenn die Verwaltung in ihren Berechnungen jetzt Spenden und Landeszuweisungen abzieht und einen Betrag von 19,7 Millionen € anführt, ist dies erneut für die Öffentlichkeit irreführend und bewusst „schön geredet“. Im Streit um die „wahren Kosten“ sind BfGT und Verwaltung immer von den, mit dem Theaterneubau entstanden Gesamtkosten ausgegangen. Wir sind sicher, dass dies nicht die letzte und somit auch endgültige Kostenaufstellung sein wird.  Lesen Sie bitte weiter... Kostenaufstellung der Verwaltung  Angaben zur Verkauf der RWE-Aktien
 

29.09.2010 Theaterneubau: Finanzierung + Kosten

    

In der Planungsausschusssitzung vom 16.09. berichtete der Beigeordnete Löhr in nichtöffentlicher Sitzung, über Kostensteigerungen im Rahmen des Theaterneubaus. In der Ratssitzung am 24.09. forderte die BfGT-Fraktion den Beigeordneten auf, die Informationen öffentlich bekannt zu geben. In diesem Zusammenhang reichte die Fraktion der Verwaltung Fragen zur Finanzierung und aktuellen Kostenentwicklung ein. Kostenaufstellung der Verwaltung  Angaben zur Verkauf der RWE-Aktien

Theater in Gütersloh - Der Förderverein

 BfGT-Chronologie (Daten, Zahlen, Fakten)

 Stadt Gütersloh (Chronologie und Infos zum Neubau)

 Stellungnahmen der Parteien zum Beschluss vom 25.04.2008